FluG (Flucht und Gesundheit)




Ziele


Das Modellprojekt FluG (Flucht und Gesundheit) ist ein Projekt der Primär-/Sekundär-Prävention von HIV und AIDS für Flüchtlinge, die in den Gemeinschaftsunterkünften der Stadt Freiburg, sowie den umliegenden Landkreisen Emmendingen, Offenburg, Villingen-Schwenningen und Breisgau-Hochschwarzwald leben.

Es verfolgt das Ziel der Gesundheitsförderung und Verbesserung der medizinischen Versorgung bei Flüchtlingen.
  • Zielgruppengerechte Information erleichtert den Zugang zu Angeboten des hiesigen Gesundheitssystems.
  • Durch Wissenserweiterung zum Themenkomplex Gesundheits- und AIDS-Prävention entstehen Handlungskompetenzen wodurch Verhaltensänderungen erreicht werden können.
  • Durch Erschließung ihrer Ressourcen werden Flüchtlinge in die Lage versetzt, mitzugestalten und Hilfen zur Selbsthilfe zu entwickeln.
  • Mittels Schulungen zu HIV und AIDS für Fachkräfte, die mit Flüchtlingen arbeiten, können bereits bestehende Angebote im Hilfesystem optimiert und neue geschaffen werden.
  • Nach speziellen Schulungen für DolmetscherInnen steht der AIDS-Hilfe Freiburg e.V. ein Pool von ÜbersetzerInnen für die Beratung und Betreuung von Flüchtlingen zur Verfügung.
  • Qualifizierte Öffentlichkeitsarbeit bewirkt den Abbau von diffusen Ängsten vor Ansteckung und damit verbundener Diskriminierungstendenzen und trägt dazu bei, die Lebensbedingungen von Flüchtlingen zu verbessern.

Inhalte


Die durchgeführten Maßnahmen orientieren sich an der konkreten Lebenssituation von Flüchtlingen. Neben den bewährten präventiven Konzepten sind neue Ansätze und Methoden gefragt, die sich an den unterschiedlichen Bedürfnissen der Adressaten orientieren. Die Einbeziehung von Peers, MultiplikatorInnen mit eigenem Migrations-hintergrund, hat einen hohen Stellenwert innerhalb des Projektes FluG. Der Einsatz von Peers erhöht den Grad der Akzeptanz von Präventionsbotschaften wesentlich.

Die Maßnahmen im einzelnen sind:

  • Einzelfallbezogene Hilfen zu allgemeinen, rechtlichen, medizinischen und weiteren spezifischen Themen für HIV-positve Flüchtlinge
  • In Einzelfällen Vermittlung wirtschaftlicher Hilfen und Wohnraumversorgung
  • Gewinnung und Schulung von Ehrenamtlichen MitarbeiterInnen
  • Evaluation und Dokumentation
Das Modellprojekt FluG schafft neue, notwendige Hilfestellungen und Angebote für Flücht-linge, vermittelt wichtige Basisinformationen zu HIV und AIDS an ExpertInnen die im Gesund-heitswesen tätig sind sowie an MultiplikatorInnen aus der Migrationsarbeit und fördert die Realisierung der interkulturellen Öffnung im Gesundheitswesen. Zu einem späteren Zeitpunkt soll ein mehrsprachlicher Gesundheitsleitfaden mit Schwerpunkt HIV und AIDS herausge-geben werden, der Flüchtlingen die Orientierung im hiesigen Gesundheitssystem erleichtert.

Kooperationspartner


Das Projekt FluG ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Gesundheitsamt Karlsruhe innerhalb der Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge (LAST), dem Deutschen Roten Kreuz und der AIDS-Hilfe Freiburg e.V.
Im Januar 2012 startete das neue Kooperationsprojekt Take Care.


Kontakt


Projekt FluG
("Flucht und Gesundheit" gefördert durch die Europäische Union)
Annette N.-Sprotte
Telefon: 0761 . 151 4664 - 16
E-Mail: annette-sprotte[at]aids-hilfe-freiburg.de
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